Zwischen Handwerk, Hightech und Kreativität: Arbeiten im 3D-Zentrum und Zahnlabor

Jürgen Schwarzbauer verbindet am Kepler Universitätsklinikum Handwerk, Hightech und kreatives Feingefühl. Als Leiter von Zahnlabor, Epithetiklabor und 3D-Zentrum arbeitet er an individuellen Lösungen für Patientinnen und Patienten und nutzt dabei modernste Technologien. Im Interview erzählt er, was seinen vielseitigen Arbeitsalltag prägt und warum die Möglichkeiten in seinem Bereich ständig wachsen.
Wie sind Sie zu dieser Tätigkeit gekommen?
„Ich habe meine Lehre als Zahntechniker damals direkt im AKh absolviert. Nach dem Grundwehrdienst bin ich wieder eingestiegen und habe bald gemerkt, dass mich vor allem die Bereiche interessieren, in denen man besonders individuell arbeitet. Daher habe ich die Zusatzausbildung zum Epithetiker gemacht – das ist ein sehr spezielles Feld, bei dem man Gesichts- und Körperersatzteile herstellt. Die 3D‑Ausbildung habe ich mir schließlich aus eigener Motivation angeeignet, weil mich die technischen Möglichkeiten gereizt haben und ich das Potenzial für unser Universitätsklinikum gesehen habe.“
Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
„Mein Tag startet um 6 Uhr im Zahnlabor. Am Vormittag stehen vor allem technische Arbeiten und Aufgaben im Zahnlabor sowie im 3D‑Zentrum an. Ab etwa 9 Uhr wechseln sich meine Tätigkeiten zwischen Patientenarbeit, Laborarbeiten, PC‑basierter Gestaltung, Design, Visualisierung und dem 3D‑Druck ab. Jeder Tag ist dabei anders: Mal ist viel Handarbeit gefragt, mal präzise digitale Fertigung oder die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fachbereichen im Uniklinikum.“
Was macht Ihnen an Ihrem Job besonders Freude?
„Die Mischung. Bei uns gleicht kein Auftrag dem anderen. Die Individualität der Fälle und das Improvisieren, wenn etwas Besonderes gefragt ist, machen den Beruf unglaublich vielseitig. Ich liebe das handwerkliche Gestalten genauso wie das Designen am Computer – und die Kreativität, die in beiden Bereichen steckt.“
Was machen Sie nach einem fordernden Arbeitstag am liebsten zum Ausgleich?
„Ich verbringe täglich Zeit mit meiner Partnerin bei den Pferden – und mit unserem Hund natürlich. Außerdem mache ich Musik: Ich spiele in einer eigenen Band, das ist für mich ein sehr guter Ausgleich.“
Gibt es etwas Besonderes aus Ihrem Bereich, das Sie teilen möchten?
„Wir stehen gerade unmittelbar vor der Gründung eines klinikweiten 3D‑Kompetenzzentrums. Das wird für viele Bereiche im KUK ein großer Schritt nach vorne, weil wir damit unterschiedlichste Fachrichtungen unterstützen und moderne Fertigungstechniken noch stärker nutzen können.“



























