Als OP-Pflegekraft im Kepler Universitätsklinikum für sichere Operationen sorgen

Pflege Orthopaedie Op Kuk

Manuela Fischer bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung in der OP-Pflege mit ins Kepler Universitätsklinikum. Seit zweieinhalb Jahren arbeitet sie im Operationsbereich für Orthopädie und Traumatologie. Mit Fachwissen, Ruhe und Teamgeist sorgt sie gemeinsam mit dem interdisziplinären OP-Team dafür, dass Operationen sicher und reibungslos durchgeführt werden. Ihre Laufbahn begann 1994 mit dem Diplom in der Gesundheits- und Krankenpflege, 2012 folgte die Spezialisierung zur OP-Pflege.

Was hat Sie dazu bewogen, diese Tätigkeit auszuüben?

„Ich wollte schon als Kind in die Pflege“, erzählt Manuela Fischer. Die Betreuung ihrer pflegebedürftigen Tante prägte ihren Berufswunsch früh und bestärkte sie auf dem Weg in die Pflege. Aus der allgemeinen Pflege entwickelte sich schließlich die Spezialisierung auf die OP-Pflege.

Pflege Orthopaedie Kuk
Mein Arbeitstag beginnt um 6:45 Uhr mit der Morgenbesprechung, in der Patientinnen und Patienten, das OP-Programm und Neuerungen besprochen werden. Danach geht es direkt in den OP: Nach der Patientenkontrolle und den Vorbereitungen unterstützen wir bei Bedarf das ärztliche Personal beim sterilen Abdecken. Vor dem ersten Schnitt folgt das Briefing mit der Anästhesie. Nach der Operation und der Verbandanlage steht bereits der nächste Eingriff oder ein spontaner Schockraum-Einsatz an.

Manuela über ihren Arbeitsalltag im Zentral OP des Kepler Universitätsklinikums

Die Pflege im Operationsbereich umfasst – neben unabdingbarem Fachwissen hinsichtlich OP-Abläufen – die umfassende Vorbereitung (z.B. Festlegung, welches Instrumentarium für den anstehenden Eingriff benötigt wird), aktive Mitwirkung und sorgfältige Nachbetreuung operativer Eingriffe. Dazu gehören mitunter die gesamte Pflegedokumentation (z.B. Nahtmaterial, Implantate) sowie das sterile Instrumentieren während der Operation, die fachgerechte Lagerung der Patientinnen und Patienten und die Organisation des OP‑Betriebs – etwa die Anwendung der Sicherheitscheckliste und die Sicherstellung eines reibungslosen Ablaufs  – ebenso wie die prä‑ und postoperative Betreuung. Zudem zählen die interdisziplinäre Zusammenarbeit im OP‑Team und die Anleitung von Studierenden der Gesundheits‑ und Krankenpflege zu den zentralen Aufgaben.

Was bereitet Ihnen an Ihrem Beruf besonders große Freude?

„Es ist immer spannend und abwechslungsreich“, sagt Manuela Fischer. Besonders die Osteosynthese mit Nägeln und Schrauben sei eine Herausforderung, die ihr Freude bereitet. Ihre „Lieblings-Operationen“ sind Wirbelsäuleneingriffe.  Nach ihrer Zeit im reinen Orthopädie-OP arbeitet sie nun auch im Bereich Traumatologie – eine Kombination, die Vielseitigkeit erfordert. „Jede Patientin, jeder Patient und jede Operation ist anders und spannend auf ihre Weise. Das macht den Beruf herausfordernd und bereichernd.“

Für sie ist die OP-Pflege ein Beruf, in dem man täglich wachsen darf und der auch durch die Teamarbeit große Freude bereitet: „Wir unterstützen uns gegenseitig – auch privat. Als ich beispielsweise den Ironman auf Hawaii gelaufen bin, habe ich viel Rückhalt aus dem Team bekommen.“

Eine herausragende Leistung

Manuela Fischer liebt Herausforderungen. Letztes Jahr hat sie sich für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii qualifiziert und diese auch erfolgreich bestritten. Das bedeutete eine Menge Training – circa zwanzig Stunden die Woche – neben ihrem eigentlichen Job als OP-Pflegekraft und der Haushalt macht sich natürlich auch nicht von selbst.

Zwar liebt die OP-Pflegekraft Herausforderungen, vor allem solche wie diese, den Ausgleich schätzt sie dennoch.

Was machen Sie nach einem fordernden Arbeitstag am liebsten zum Ausgleich?

„Zum Ausgleich gehe ich gerne schwimmen oder laufen. Meistens schwimme ich, weil ich in der Arbeit ohnehin genug gestanden und gelaufen bin und mir dann einfach nicht mehr danach ist.“

Ihr beruflicher Weg zeigt, wie Leidenschaft, Erfahrung und Teamgeist eine erfüllende Karriere in der OP-Pflege formen. Mit Fachwissen, Verantwortungsbewusstsein und Empathie trägt sie dazu bei, dass Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden — zum Wohle des gesamten Klinikums.

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